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... Suchterkrankung(en)



Einführung

Viele Genußmittel wie Alkohol, Tabak oder Koffein, aber auch betimmte Beruhigungs- und Schlafmittel, flüchtige Lösungsmittel und Drogen wie Cannabis, Ecstasy, LSD, Kokain, Herion usw. besitzen ein Suchtpotential.

Das bedeutet, dass bereits ein ein­ma­liger, in jedem Fall aber ein mehrmaliger Konsum der erste Schritt in eine Abhängigkeit sein kann.

Kurzfristig wird mit dem „Genuss" eines Sucht­mittels eine positive Wirkung erzielt,  wobei der oft als negativ erlebte Nüchternzustand vor dem Drogenkonsum subjektiv gebessert wird.

Die anschließende „Er­nüch­terung" mit eventuellen negativen Nachwirkungen der Droge (z.B. Kater nach dem Alkoholrausch), lässt leicht einen Teufelskreis entstehen.

Die Nach­frage nach einem er­neuten Rausch rückt für den Betroffenen immer mehr in den Lebens­mittel­punkt.

Quelle: Internisten im Netz

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Suchterkrankungen

Alkholsucht - Medikamentensucht - Drogensucht - Nikotinsucht

Allgemeines

Suchterkrankungen lassen sich in stoffgebundene und stoffungebundene Formen unterteilen.

Zu den stoffgebundenen Suchterkrankungen zählen Alkoholabhängigkeit, Medikamentenabhängigkeit, Drogenabhängigkeit und Nikotinabhängigkeit.

Formen der stoffungebundenen Suchterkrankungen sind z. B. Arbeits-, Internet-, Spielsucht und Essstörungen.

Über die Einordnung von Essstörungen besteht nicht immer Einigkeit. Nach ICD 10 werden Essstörungen als Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren eingestuft.

Nach meiner Auffassung sind Essstörungen wohl am ehesten als psychosomatische Erkrankungen mit Suchtcharakter einzustufen. Daher werden Sie auch hier aufgeführt.

Quelle: Bt online-Das Psychotherapie Online Magazin-Beratung & Therapie Online


Einleitung zum Thema

Folgen Sie bitte vor dem Lesen dieser Einleitung zuerst diesem Link:

Internisten im Netz

Wie Sie hier lesen, ist auch jede Sucht ein sich entwickelnder Prozess, der in Folge immer höhere Dosen des Suchtmittels einfordert, um den Wirkungsverlust auszugleichen.

Mit Klick auf: ► Sucht - Das Phänomen, folgen Sie dem Link zu einem zusammenfassenden Film, der in anschaulicher Weise die schriftlichen Ausführungen des vorhergehenden Textes mit Bild und Ton ergänzt.

In diesem Film wird auch erwähnt, das die Suchtstoffe und -Mittel bestimmte Rezeptoren im Gehirn anregen, Botenstoffe wie "Dopamin" zu erzeugen, die für das Wohlbefinden verantwortlich sind.

Doch was haben Sucht und Suchterkrankung mit der Problematik dieser Homepage, mit psychischen Erkrankungen an Depressionen zu tun?

Wir alle wissen, dass uns Belohnung, Anerkennung und Wertschätzung - egal ob im beruflichen, familiären oder freizeitlichen Umfeld - gut tun.

Ebenso erleben wir aber auch alle, dass genau diese - vor allem im beruflichen Umfeld - immer mehr ausbleiben.

Berücksichtigt man, dass viele Beschäftigungsverhältnisse oft nur noch von Leistungsdruck, Stress, Hektik und auch Mobbing geprägt sind, wird schon hier, spätestens aber mit Beginn einer Arbeitslosigkeit, eine dieser Säulen, die berufliche Anerkennung und Wertschätzung, zerstört.

Dieses Defizit kann teilweise noch über familiäre oder freizeitliche Beziehungsstrukturen kompensiert werden. Aber viel zu oft schwindet auch hier mit Beginn der Arbeitslosigkeit - natürlich auch durch erhebliche finanzielle Einbußen - die entgegengebrachte Anerkennung, Integration und Wertschätzung.

Wer kennt nicht das Gefühl, als "Versager" vor denen zu stehen, die in Familie oder Verein einen guten "Stand" und auch beruflich einen guten Job haben und gerne mal (entsprechend eines bekannten Werbeslogans) von ihrem Haus, ihren Reisen, ihren Hobbys und ihrem ausschweifenden Leben berichten?

Wie stehen wir als "Versager" solchen Statements gegenüber?

Wer ärgert sich nicht in seinem Inneren und ist frustriert über die dann ganz besonders deutlich werdende, eigene, oft trostlose Situation?

Irgendwie möchte man diesem Frust, dieser Hoffnungslosigkeit und den damit einhergehenden finanziellen Problemen entfliehen, flüchten in eine andere, schönere Welt.

Doch wo ist diese zu finden?

Die Suche zeigt oft darin ihren zweifelhaften Erfolg, dass man etwas findet, was die Sinne betäubt, einen Realitätsverlust erreicht, der über die Sorgen des Alltages erhebt und darüber schweben lässt, wobei der Absturz ja schon vorprogrammiert ist.

Der Weg in die Sucht beginnt.

Bei vielen ist es der Griff zum Alkohol oder anderen stoffgebundenen Süchten, bei anderen ist es die Suche nach irgendeiner besonderen Beschäftigung, einer akribisch und ausschließlich wahrzunehmenden Tätigkeit, die hoffentlich etwas ablenkt.

Bei den nicht stoffgebundenen Süchten ist z.B. die Spielsucht oder die Computer- / Internetsucht eine der schlimmen Fallen, in die man geraten kann.

Doch wie oben bereits erwähnt, fordert die Sucht das Suchtmittel in immer höheren Dosen / Mengen ein und der normale Lebensalltag wird immer mehr dem Suchtgeschehen angepasst.

Wichtige Lebensroutinen, Alltagsnotwendigkeiten wie regelmäßige Körperpflege, Aufräumen, Einkaufen, Müll entsorgen usw. gehen immer mehr verloren.

Parallel dazu kommt es zu sozialer Abgrenzung, sozialem Rückzug, familiären Problemen bis hin zum Zerbruch von Beziehung(en).

Hier beginnt oft der fließende Übergang bzw. die schleichende Manifestierung einer parallelen Erkrankung an Depressionen.

Süchtige fühlen sich traurig, verlieren ihre Achtung vor sich selber, sehen sich als minderwertig oder gänzlich wertlos an und rutschen immer tiefer in die Sucht hinein.

Die damit beginnende depressive Verstimmung vertieft sich in Folge in der Manisfestierung des Krankheitsbildes der Depression,

Darin wird der Zusammenhang dieser beiden Erkrankungen besonders klar und deutlich.

Aus all diesen Zusammenhängen und engen Bezügen der beiden Krankheitsbilder zeigt sich, dass eine Behandlung eines Suchterkrankten immer auch die Problematik der depressiven Verstimmung bzw. der Betroffenheit mit einer Depression berücksichtigen muss.

Als Psychosoziale Selbsthilfe Thüringen hat Lebensumwege-Erfurt dieser Problematik seit seiner Gründung Rechnung getragen.

Obwohl wir keine Suchtgruppe sind, sehen wir die im vorangegangenen beschriebenen Zusammenhänge, deren Bewältigung wir uns in gemeinsamer Kompetenz mit Suchthilfeeinrichtungen wie z.B.:

dem fdr (Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V.)

dem Kreuzbund

der SIT (Suchthilfe in Thüringen GmbH)

der AGS  (Arbeitsgemeinschaft Gemeinde und Suchtkrankenhilfe)

 

... und anderen Einrichtungen annehmen. 

 

► auch hier  finden Suchtkranke Hilfe:

Tagesstätte für Suchtkranke Menschen:
Nordstraße 46
99089 Erfurt
Tel: 0361 / 65365-0
Fax: 0361 / 65365-28
E-Mail:
tagesstaette-nordstrasse@neustart-online.org
Internet:
www.neustart-online.org

Träger: Neustart GmbH
Dorfstraße 2
37318 Marth
 

Anfahrtsbeschreibung: Die Tagesstätte befinden sich im Norden der Stadt Erfurt und ist mit der Straßenbahnlinie 1 und 5 in Richtung Rieth, Zoopark und Europaplatz bis zur Haltestelle "Stadtwerke/Lutherkirche" erreichbar.

... oder über den folgenden Link: ► Anfahrt 

Die Depressions- Selbsthilfegruppe: Lebensumwege-Erfurt kann Ihnen als Betroffener einer Suchterkrankung, in diesem Teil der Bewältigung Ihrer Situation nicht weiterhelfen!

Im Wahrnehmen, Aufgreifen, Thematisieren und Bewältigen des depressiven Anteils Ihrer Suchterkrankung können wir Ihnen dann später - nach einer durchgehenden, "trockenen Zeit" von mehreren Jahren und dem Nachweis einer Suchttherapie (durch Teilnahmebestätigung von einer der o.g. oder einer ähnlichen Einrichtungen) - perspektivisch behilflich sein.


Dass man auch durch Sport süchtig werden kann, ...

... ist sicher für viele unverständlich, doch es stimmt tatsächlich.

Im AOK PLUS-Mitgliedermagazin „bleibgesund 6/2013“. fand ich einen sehr interessanten Artikel, der genau diese Problematik trifft.

Mit Klick auf das nebenstehende Bild gelangen Sie zu diesem hoch informativen und unbedingt lesenswerten Artikel.

Bitte beachten Sie aber, dass es hier darum geht, welche Folgen ein "Zuviel des Guten" hat.

Bedenken Sie in allen Ihren Unternehmungen, dass: "Erst das Zuviel einer Sache macht die Sucht aus"!

Egal ob Sie an einer  stoffgebundenen oder stoffungebundenen Sucht leiden - es gibt auch für Sie einen Ausweg.

Suchen Sie sich - ggf. mit Hilfe der KISS* (Kontakt und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen) - die Gruppe aus, die zu Ihrer Erkrankung passt.

*Link bezieht sich auf die KISS Erfurt 


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